Ideen zum Handeln für eine nachhaltigere Schule

Diese Ideen für Schulen hin zu mehr Nachhaltigkeit entstanden im Rahmen der Fortbildungen für Lehrer*innen im Programm foodture, die Schüler*innen selbständig durchgeführt haben.

  • Eine Projektwoche zum Thema Nachhaltigkeit zu Themen wie zum Beispiel: Ernährung, Tiere, Kleidung, Plastik …
  • Kleidertausch in der Schule
  • Schulgarten mit Anbau von Obst und Gemüse
  • Begrünung des Schulhofs
  • Wasserspender mit wiederverwendbaren Trinkflaschen
  • Energieeffizienter Umgang mit Smartboards
  • Ökologischen Fußabdruck für Produkte berechnen
  • Veranstaltungen zu Nachhaltigkeits-Themen mit und für Eltern umsetzen
  • Repair-Café
  • Begrenzung von Kopiermengen
  • Achten auf richtige Mülltrennung und Verringerung des Mülls
  • Mehr Mülltonnen auf dem Schulhof
  • Jede*r Schüler*in bekommt eine eigene Brotdose und Trinkflasche zur nachhaltigen Nutzung während der Schulzeit
  • Verbot von Wegwerf-Artikeln
  • Expert*innen auf dem Gebiet Nachhaltigkeit einladen
  • Ernährungsplan in der Schulmensa bzw. Kantine nach nachhaltigen Gesichtspunkten zusammenstellen, zum Beispiel weniger tierische Produkte nutzen
  • Gemeinsames Kochen in der Schule nach nachhaltigen Gesichtspunkten
  • Nachhaltigkeits-AGs gründen
  • Fridays for Future unterstützen – Schüler*innen und Lehrer*innen könnten zusammen hingehen
  • Nachhaltige Klassenfahrten planen, zum Beispiel auf Flugreisen verzichten
  • Bienenzucht
  • Vorbildfunktion von Pädagog*innen wahrnehmen
  • Fortbildungen ermöglichen: Von Schüler*innen für Lehrer*innen oder von Schüler*innen für Schüler*innen

Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag

Esst saisonal – kauft regional
Lebensmittel haben oft bereits eine lange Reise mit Flugzeug, Schiff oder LKW hinter sich, bevor sie im Supermarkt angeboten werden. Das kann mit saisonalen und regionalen Produkten vermieden werden.

Frisch statt fertig
Frische, regionale Lebensmittel haben eine bessere Ökobilanz als Tiefgefrorenes, Konserven oder Fertiggerichte.

Mehr Pflanzliches als Tierisches
Pflanzliche Produkte verursachen in der Regel weniger Klimagase als tierische Nahrungsmittel.

Wenn Fleisch: Klasse statt Masse
Fleisch verursacht in der Produktion viele Klimagase. Daher ist es wichtig, beim Fleischverzehr auf Klasse statt Masse zu achten. Wurden die Tiere in einer Massentierhaltung oder artgerecht gehalten? Wo kommen die Tiere her? Wie wurden sie verarbeitet? Eine artgerechte Tierhaltung nach biolandwirtschaftlichen Standards verursacht zum Beispiel weniger Klimagase.

Stoff- statt Plastiktaschen
Nutzt zum Einkaufen wiederverwendbare Taschen oder Rucksäcke statt Plastiktüten.
In diesem Kartenset von BildungsCent e.V. (PDF) findet Ihr eine Anleitung, um Euren eigenen Stoffbeutel herzustellen: #8 Upcycling: Stoff statt Plastik.

Unverpackt
Durch jede Verpackung entsteht Müll, der die Umwelt belastet. Auch die Herstellung von Verpackungsmaterial und das Recycling verbrauchen Energie.
Versucht daher auf unverpackte Lebensmittel zurückzugreifen. Gerade Gemüse und Obst haben meist schon einen natürlichen Schutz: ihre Schale.

Plastik vermeiden
Viele Lebensmittel sind unnötig in Plastik verpackt. Getränke und Lebensmittel wie Joghurt, Brotaufstriche, Milch, Säfte und vieles mehr gibt es auch in alternativen Verpackungen – zum Beispiel in Behältnissen aus Glas, die wiederverwendet werden können.

Weitere Tipps für einen plastikfreieren Alltag finden sich unter: https://kurswechsel.bildungscent.de/wissen/plastikfreier-alltag/

Mehrweg statt Einweg
Schont Ressourcen durch mehrmaliges Nutzen. Das ist nicht nur bei Einkaufstaschen so, sondern auch bei Pfandflaschen, To-Go-Verpackungen und vielem mehr.

Kurze Pause statt „to go“
Der schnelle Snack oder der Kaffee auf die Hand ist meist unnötig verpackt. Gönnt Euch eine Pause, nehmt Euch Zeit und setzt euch zum Essen im Café/Restaurant/Imbiss hin – das ist nachhaltiger, gesünder und macht mehr Spaß. Auch der Kaffee aus dem eigenen Thermobecher ist nachhaltiger.

Autofrei zum Einkauf
Zu Fuß oder mit dem Fahrrad stoßen wir weniger Klimagase aus als mit dem Auto.

Weniger Lebensmittelverschwendung
18 Millionen Tonnen Lebensmittel werden jährlich in Deutschland weggeworfen.* Das ist schade um die Lebensmittel und um die Ressourcen.
In vielen Städten und Gemeinden gibt es foodsharing-Aktionen, bei denen sich Menschen zum Austausch von überschüssigen Lebensmitteln treffen. Informiert Euch.

Mindesthaltbarkeitsdatum
Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist kein Wegwerf-Datum. Es garantiert, dass ein ungeöffnetes Lebensmittel bei richtiger Lagerung mindestens bis zum aufgedruckten Datum Qualität, Farbe, Aroma und Konsistenz beibehält. Oft sind Produkte jedoch viel länger haltbar und essbar.

Restekochen
Seid kreativ beim Kochen. Es gibt viele tolle Rezeptideen, was Ihr aus Resten kochen könnt.

Kocht energiesparend
Nutzt beim Kochen die richtige Größe für Pfannen und Töpfe und die entsprechenden Herdplatten, um keine unnötige Energie zu verschwenden. Nudelwasser kann im Wasserkocher vorgekocht werden.

Einkauf mit Plan
Überlegt Euch vor dem Einkauf, was Ihr braucht und wie viel und macht Euch eine Einkaufsliste.
Ein guter Tipp: Geht nicht hungrig einkaufen.

Redet mehr über das Thema
Setzt euch zusammen und tauscht euch aus mit Familie und Freund*innen oder in der Schule.

Werdet aktiv
Engagiert Euch zum Beispiel bei Umweltverbänden oder Demonstrationen.